10 Wege, etwas zu lernen (ganz ohne Dozenten)

Die liebsten kulturellen Aktivitäten der Studierenden

Sich in seiner Freizeit zu beschäftigen ist keine Hexerei. Vor allem, wenn neben dem Unterricht, regelmässigen Nachtschichten und Prüfungsmarathon kaum freie Zeit übrig bleibt. Wenn doch, bietet der Kulturbereich hervorragende Möglichkeiten für Freizeitbeschäftigungen an: Die Angebote sind nahe beim Campus gelegen, mit dem ÖV jederzeit gut erreichbar, können nach Lust und Laune ausgewählt werden und tragen zum sozialen Zusammenhalt bei, was wiederum die Atmosphäre an Unis und Hochschulen ausmacht. Hier eine Reihe der beliebtesten Aktivitäten:

1) Selbst wenn man wollte, käme man nicht um sie herum: Konzerte sind im Leben von Studierenden allgegenwärtig. Neben grossen Namen treten auch Bands auf, die sich in einem Uniseminar gefunden haben.
Man besucht ein Festival oder eine Party, um Musik zu hören und -  was genau so wichtig ist -  um sich über weltbewegende Themen zu unterhalten, wie die Akkuleistung des Telefons oder die Farbe des Biers.

2) Auch der Kinobesuch ist ein Klassiker unter den Freizeitbeschäftigungen. Die regulären Preise schaden dem kleinen Geldbeutel, doch es gibt Alternativen: Es werden viele Vorführungen organisiert, darunter auch einige Raritäten, die nur einen bescheidenen Beitrag verlangen. Für diejenigen Klassiker, die kaum auffindbar sind, hast du ja sicher einen richtig nerdigen Mitbewohner, der sie irgendwie auftreiben kann.

3) Vielleicht denkst du bei Flohmärkten nicht als Erstes an „Kulturveranstaltung?, aber es geht dort um mehr als nur ums Kaufen und Verkaufen. Hier findest du die aktuellen Trends „Retro? und „Vintage? - du bist bestimmt auf dem Laufenden – und zwar egal, ob du auf der Suche nach Secondhandkleidung, Vinyls oder eher Möbeln bist. Und beim Gespräch rund um die angebotenen Artikel kannst du etwas über ihre Geschichte erfahren – und manchmal auch über jene des Besitzers.

4) Ausstellungen, egal in welcher Form und zu welchem Thema, gibt es übers Jahr verteilt in Hülle und Fülle – es könnte einem fast schwindlig werden, wenn man sich das riesige Angebot anschaut. Reichhaltige Sammlungen, eine ansprechende Aufbereitung und anhaltende Bemühungen, das Zielpublikum zu verjüngen, all das zieht auch zahlreiche Studenten an. Neben den traditionellen Museen gibt es trendige Galerien und attraktive Kunsthallen, die dir auch zwischen zwei Vernissagen dank zeitgenössischem Kunstschaffen viel fürs Auge bieten wie auch zum Denken anregen.

5) Wer es etwas bodenständiger mag, sollte sich nach Conventions und Messen umschauen, die übers Jahr verteilt stattfinden. Hier begegnest du Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen – Tattoos, Comics, Internet usw. – und hier unterhalten sich Experten frischvergnügt auch mit Laien. Eine wahre Freude, für einmal aus einer Konferenz herauszukommen, ohne dir Notizen gemacht zu haben und dich erst noch aufgeweckt zu fühlen.

6) Eine bestimmte Studienrichtung zu wählen, bedeutet für die meisten Studierenden, andere Bereiche zu vernachlässigen, die einem auch noch zugesagt hätten. Wenn du dich ausserhalb des Studiums weiterbilden möchtest: Mit Abendkursen, wie beispielsweise einem Sprachkurs, sei es an der Heimuni oder anderswo, kannst du stressfrei deiner Allgemeinbildung den letzten Schliff geben. Ausserdem kannst du so deinen Lebenslauf zusätzlich aufpolieren.

7) Kultur ist für die einen mehr als nur eine persönliche Bereicherung. Wenn man sie als ein Akt der Öffnung gegenüber der Welt sieht, kann Kultur auch freiwilliges Engagement bedeuten. Beispielsweise kannst du dich in der Flüchtlingshilfe engagieren. Wenn du anderen Menschen hilfst sich zu orientieren, lernst du nebenbei auch viel über dich selber und deine eigenen Wünsche und Sehnsüchte.

8) An einigen Fakultäten geben sie nur ein kurzes Gastspiel, an anderen sind sie nicht mehr wegzudenken: Uni-Theatergruppen laden regelmässig zu Aufführungen ein. Ihr grosser Erfolg zeigt, dass der Gefallen an geistiger Stimulierung und die Freude an der darstellenden Kunst keinesfalls aus unseren Aulas verschwunden sind. Ob zeitgenössische Autoren, die bereits als die modernen Klassiker verehrt werden oder antike Dramaturgen, deren Stücke nichts an Aktualität eingebüsst haben – nirgends erlebt man sie so hautnah wie auf der Bühne.

9) Zwar kommen Texte, Werke und Schauspieler bis zu einem gewissen Grad zu uns, aber nur vor Ort kann man sie wirklich entdecken. Das ist die perfekte Ausrede für eine Reise. Du musst nicht gleich ein Auslandsemester am anderen Ende der Welt machen. Eine zweistündige Zugreise kann schon reichen, um deinen Durst nach kulturellem Erbe und Architektur zu stillen und durch einen Tapetenwechsel auf andere Gedanken zu kommen. Weit weg von akademischen Sorgen kannst du bei vielleicht etwas weniger launischem Wetter entspannen – ein Denkmal lässt sich schliesslich auch als Liegestuhl nutzen.

10) Und falls du lieber daheimbleiben möchtest, wieso pflegst du nicht einmal die lokalen Traditionen und tauchst in ein traditionelles Fest der Landwirtschaft, des Weinbaus oder Handwerks ein? Und am besten feiert man solche Feste mit lokalen Produkten, vielleicht sogar mit einem geselligen Festessen – wenn man sich denn beim Lärm der Guggenmusik überhaupt unterhalten kann.