Online-Reputationsmangement ein zweischneidiges Werkzeug

Wenn das Online-Reputationsmangement früher nur Unternehmen und Marken betraf, sind heute auch Privatpersonen damit konfrontiert. Man muss nur die Auswirkungen sehen, die manche Veröffentlichungen auf das private oder berufliche Leben der Internetnutzer haben. Deine Medienpräsenz kann entweder ein Nachteil oder ein Vorteil für deine Karriere sein. Es hängt nur davon ab, wie du mit ihr umgehst.


Erster Schritt Bestandsaufnahme


Keine Panik, du musst nicht ein spezialisiertes und kostenpflichtiges Unternehmen kontaktieren. Beginn, indem du einfach deinen Namen in eine Suchmaschine eingibst. Findest du nichts über dich Dann bist du ein Glückspilz, denn dies ist bei den Wenigsten der Fall. Am häufigsten (abgesehen von deinen Namensvettern) erscheinen unter den ersten Treffern deine Konten in den sozialen Netzwerken und eventuell auch andere Links. Eine Software, die deine Online-Reputation kontrolliert, kann auch nützlich sein.


Zweiter Schritt Frühlingsputz


Es gibt mehrere Möglichkeiten, um sich peinlicher Inhalte zu entledigen. Die einfachste ist das Löschen. Dies machst du entweder selbst, wenn du dazu Zugang hast oder der Administrator der betroffenen Website. Falls dieser nicht einverstanden ist, kannst du je nach Fall rechtliche Schritte einleiten, indem du das Recht auf dein Bild, Rufschädigung, das Recht auf Vergessen oder mindestens das Recht auf eine Antwort geltend machst. Aber in der Praxis ist es viel einfacher, von der Suchmaschine zu verlangen, die Indexierung der Eingabe zu löschen. Eine andere Möglichkeit, die viel subtiler aber auch zeitaufwendiger ist, besteht darin, die abwertenden Äusserungen mit positiven zu überfluten. Nur wenige Internetnutzer und Personalverantwortliche werden mehr als die erste oder zweite Seite der Resultate aufrufen.
Dieser zweite Prozess beinhaltet die Erstellung einer digitalen Identität. Diese und die Online-Reputation – zwei verschiedene Begriffe – sind meist untrennbar und beeinflussen sich gegenseitig. Der erste Begriff entspricht allen Spuren, die man, freiwillig oder nicht, im Internet hinterlassen hat. Der zweite ist alles was man über dich sagt, ob positiv oder negativ. Das heisst, du hast nicht unbedingt die Kontrolle über die Daten, die an deinen Namen gebunden sind, aber du kannst wählen, was du veröffentlichst.


Dritter Schritt sein Image aufpolieren


« Die beste Methode, um zu verhindern, dass die Leute dich kritisieren, ist, selber das Wort zu ergreifen. » Pierre Vallet, Generaldirektor eines Unternehmens, Online-Reputationsmanagement betreibt.  

Eine Barriere errichten. Trenne dein Privat- und dein Berufsleben. Benutze nicht irgendwelche soziale Netzwerke für jede beliebige Publikation. Bist du ein Selfiefan Veröffentliche sie da, wo die Personalverantwortlichen sie nicht finden können. Kontrolliere regelmässig deine Datenschutzeinstellungen, damit nur das absolute Minimum öffentlich einsehbar ist. Die Erstellung von Gruppen mit deinen Freunden, Angehörigen oder Bekannten, erlaubt, dass du bestimmen kannst, wer was sehen kann.
Positives in Umlauf bringen. Es gibt nichts Besseres, als seine eigene Werbung online zu machen. Lust, es richtig zu machen Kauf dir deinen Domain-Namen und errichte deine eigene Webseite. Mithilfe eines CV oder eines Portfolios hast du so die volle Kontrolle darüber, was du kommunizieren willst und was nicht. Dies ist ein gefundenes Fressen für die Suchmaschinen und darüber hinaus verdrängst du deine Namensvettern. Falls du diese Lösung etwas zu extrem findest, kannst du dich auch die professionellen Netzwerke nutzen. Du kannst darin deine Laufbahn hervorheben und zudem sind sie sehr gut referenziert. Hast du eine Leidenschaft oder schreibst du gerne Dann fange ein Blog an. Poste regelmässig, aber mit Verstand. Denk daran, dass es für jedermann zugänglich ist. Bleib höflich. Vergiss natürlich nicht, alles in deiner Beschreibung zu verbinden. Die Anzahl deiner Verweise wird hochschnellen.
Seine Fachrichtung hervorheben. Als wahrer Enthusiast für deine Studienrichtung und natürlich für deinen zukünftigen Job kannst du dich in Diskussionsforen stürzen oder Artikel oder Blog-Einträge kommentieren. So bleibst du auf dem neusten Stand und zeigst gleichzeitig den Personalverantwortlichen, dass du eine engagierte Person bist, die ihren Tätigkeitsbereich mag.
Die Augen offenhalten. Beobachte regelmässig, was man über dich im Internet sagt. Installiere auf ein oder zwei Personensuchmaschinen Alarme mit deinem Namen und Vornamen. Auf diese Art bleibst du auf dem Laufenden über die Neuigkeiten ohne dich selber krank zu machen.