10 gute Gründe, niemals in der Cafeteria zu essen

Die Cafeteria: An ihr kommt kein Student vorbei! Sie ist oft überfüllt und übt auf die ganz Neugierigen eine gewisse Anziehungskraft aus. Als Warnung an die Tollkühnen, die sich dorthin wagen, hier eine Liste mit 10 guten Gründen, nie dort zu essen.

1. Es ist Mittag, der Magen knurrt und du träumst von einem abwechslungsreichen Menü. In der Auslage stehen aber nur zwei Angebote zur Auswahl: Das berühmte „Fourchette verte“-Menü, bestehend aus einer Sättigungsbeilage, etwas Gemüse und einem Stück Fleisch. Ein Mahl, das die feinsten Restaurants in den Schatten stellt... Die zweite Möglichkeit ist ein Panini mit Poulet. „Wer die Wahl hat, hat die Qual“ – dieses Problem wirst du in der Cafeteria nie haben.

2. Du dachtest, dass du als armer Student mit einem Panini mit Poulet (das aus Brot, zwei Stücken Poulet und, wenn du Glück hast, aus einem Salatblatt besteht) günstig wegkommst. Falsch gedacht! Du gibst mindestens acht Franken aus, um etwas zu essen, das einigermassen ok ist, aber teurer als ein Happy Meal – und von Happy keine Spur.

3. Nach langem Zögern entscheidest du dich schliesslich für das berühmte „Fourchette verte“-Menü, das sich rühmt, lecker und ausgeglichen zu sein. Du nimmst eine Gabel, beisst dir am Fleischstück einen Zahn aus oder erstickst fast am Reis und stellst dann erstaunt fest, dass der Rüeblisalat tatsächlich schmeckt. Wie, das sollte gar kein Salat sein? Oops.

4. Nachdem du alle Gerichte durchprobiert hast (und wie unter Punkt 1 erwähnt, gibt es ja unzählige davon) und alle Fast-Food-Ketten in der Umgebung abgeklappert hast, stehst du mit einem am Vorabend gekochten Essen im Tupperware da. Du dachtest, jetzt seist du unabhängig, weil du dein eigenes Essen eingepackt hast. Du hast aber nicht ans Aufwärmen gedacht! Ein etwas hoffnungsloser Blick auf die Mikrowellen zeigt dir, dass es kommt, wie es kommen musste: eine unendlich lange Schlange vor den drei verfügbaren Mikrowellen. Du wartest eine halbe Stunde, um dein Essen während zwei Minuten aufzuwärmen (wage es nicht, die Mikrowelle länger zu besetzen, sonst wirst du dir einige tödliche Blicke einfangen). Dann stehst du mit deinem Essen, das immer noch kalt ist, da und fragst dich, was sich jeder Student schon mal gefragt hat: „Funktioniert denn diese Mikrowelle überhaupt!?“

5. Du wolltest dich in der Pause ein bisschen entspannen, einfach mal abschalten an einem ruhigen Ort. In einer 60m2 grossen Cafeteria mit 200 hungrigen Studenten fühlst du dich aber eher wie an einem Rockkonzert als an einem lauschigen Plätzchen. Sich ohne Mikrofon zu unterhalten, wird zur Herausforderung. Hast du wirklich Lust, dich ihr zu stellen?

6. Es ist Zeit, sich mal über den Namen „Cafeteria“ Gedanken zu machen. Wer ist für diese Namensgebung verantwortlich? Man kann versuchen, andere Bezeichnungen zu finden, aber der Ort hat immer eine negative Konnotation. Wie man’s dreht und wendet, man findet keinen attraktiveren Namen für diesen Ort. Um die berühmte Frage „Treffen wir uns in der Cafeteria?“ zu vermeiden, geht man am besten gar nicht erst hin, sondern direkt in ein kleines Restaurant in der Nähe der Uni. Meist haben diese erschwingliche Preise und bieten ein (richtig) abwechslungsreiches Menü.

7. Hast du schon mal versucht, einen Platz zu finden, wenn dein Unterricht zu deinem Pech mal zwei Minuten zu spät aufhört? Mission impossible! Es bleibt dir nichts anderes übrig, als dich auf die Treppe zu setzen. Wenn dich aber der Abwart erwischt, hast du Pech gehabt.

8. Obwohl dich die bereits genannten sieben Punkte eines Besseren belehren sollten, hast du dich entschieden, doch in der Cafeteria zu essen. Du glaubst, dass du alleine dort sein wirst, weil ja alle die Nachteile kennen. Aber nein! Normalerweise stehst du lange an, um bedient zu werden und wenn du endlich an deinem Platz sitzt, merkst du, dass dein Essen kalt ist (schliesslich musstest du an der Kasse nochmals anstehen, und das kann ja bekanntlich dauern). Jetzt aber schnell, dir bleiben nur noch 10 Minuten um zu essen. 

9. Wenn du nicht in der Cafeteria sondern ausserhalb isst, kommst du mal aus der Uni raus und kannst gleichzeitig den Leuten aus dem Weg gehen, denen du im Verlauf des Tages auszuweichen versuchst.

10. Und zum Schluss: Das berühmte „hausgemacht“ ist doch eine bessere Alternative, oder? Ein leckerer Salat (um das Anstehen bei den Mikrowellen zu vermeiden), den du in aller Ruhe zuhause vorbereitet hast und dann am See oder im Park