Die Uni sehen und ausgehen

Jedem seine Lösung

Der Start eines Semesters impliziert zwei Kalender: einen akademischen und einen für andere Events. Die zwei tolerieren sich bemerkenswert gut und fördern sich gegenseitig, trotz der Verwirrung die sie bei uns stiften. Tatsächlich zeigt uns die Überlagerung der beiden Terminkalender, dass mehr als eine Vollzeit Stelle dafür nötig ist und selbst für die größten Partytiere und die Hyperaktivsten ist es nicht selbstverständlich beide bewältigen zu können. Um das Überangebot, das von der studentischen Gesellschaft, den Konzertsälen und anderen Lokals ausgeht, zu bewältigen, müssen raffinierte Lösungen gefunden werden.

Einige Methoden

Zum Beispiel findet man die Fleißigsten am Samstagmorgen in der Bibliothek; es sind dieselben die sich einige Stunden zuvor unter einer Discokugel abreagierten. Im Gegensatz dazu entscheiden sich einige, hin und her gerissen zwischen dem Lernen und einem festlichen Ball, das eine oder das andere zu meiden. Schließlich finden auch einige die Möglichkeit, den Apèro bei sich zu organisieren, während sie den dringenden Dossiers noch den letzten Schliff geben und damit das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden.

Es gibt zahlreiche Beispiele und Ansätze. Nicht alle davon entsprechen den Vorstellungen des Studiengangs, obwohl auch manche Studiengänge für ihre zahlreichen Parties berüchtigt sind. Denk aber daran, dass die Kühnsten nicht immer diejenigen sind, von denen man es glaubt. Den Einladungen des Nachtlebens zu folgen und an einem Event teilzunehmen, ist eine Sache, doch das Ganze erst möglich zu machen und zu organisieren erfordert ein weiteres akrobatisches Kunststück. Dies sind die wahren Helden.

Doppelter Alltag

Mehr als die Noten scheint die Organisatoren unserer Abendveranstaltungen der freudige Anblick eines völlig leeren Saals bei Morgenröte zu entzücken. Sie arbeiten freiwillig und oft sehr diskret. Sie wenden nicht nur einen grossen Teil ihrer Zeit dafür auf, andere zu unterhalten und denken sich die besten Mittel aus, um schöne Momente zu erschaffen, sondern konfrontieren uns auch aus dem Nichts heraus mit den Resultaten ihrer Reflexion, und belegen damit, dass sie auch akademisch auf dem neuesten Stand sind.

Während man also darauf wartet, dass diejenigen ihre verdiente Medaille erhalten, die unsere Wochen mit spannender Abwechslung bereichern, belassen wir es dabei, das Gleichgewicht zwischen den akademischen Anforderungen und dem Vergnügen dieses anderen Lebens zu stabilisieren. Wobei letzteres gemäss einigen Personen, auch wenn nur halb-offiziell, dem Studentenleben das echte Tempo vorgibt.