Wieso verreisen?

Endlich legen die Studierenden dar, wieso sie während den Semesterferien lieber ins Ausland reisen als in der Schweiz zu bleiben. Eine Studie hat sich der Frage angenommen und ist kürzlich veröffentlicht worden. Die Resultate sind überraschend und ermöglichen es, die studentische Lebensweise noch besser zu verstehen.

Diese Studie des Stundesamts für Batistik (SFB) mit einer Stichprobe von 50 Personen ist eine wahre Perle. « Es ist ein Beispiel für die Forschung, vor allem in der angewendeten Methode und der intelligenten Verwendung der Zahlen», so Léandre Borchdt, Koordinator des Forschungsprojekts « Studenten: Verhaltensanalysen  », zu welchem diese Arbeit dazugehört. Die Studienverantwortlichen haben zwei Fragen gestellt: « Geht ihr ins Ausland in die Ferien? » und « Warum nicht in der Schweiz bleiben während den Ferien? ». Alle Studienteilnehmer wurden am Flughafen von Genf kurz vor dem Abflug befragt und stellen eine Auswahl welscher Studenten dar.

Resultate


Es lohnt sich, die Resultate sehr genau zu analysieren. Tatsächlich befürworten alle Studenten (100%) den Umgebungswechsel ins Ausland. Schweizer Tourismus, die wichtigste Finanzquelle der Studie, macht sich schon Sorgen über das Resultat, welches die Forscher mit Neugier zur Kenntnis nehmen. « Über unsere Überraschung hinaus möchten wir die Gründe für dieses Resultat näher untersuchen. Wir haben schon einige Informationen und können ein oder zwei Spuren verfolgen», präzisiert Léandre Borchdt.

Diese Informationen bekommen sie dank den Antworten auf die Frage nach den Ursachen, warum man nicht in der Schweiz bleiben will. 10 Gründe wurden erwähnt, 2 davon gehören zu den im Fragebogen vorgeschlagenen 15 Antworten, 8 werden der Kategorie « Andere Gründe » zugeordnet. Abgesehen von den standardmässigen « Zu teuer » und « Hier gibt es kein Meer », erwähnen die Studenten auch: « Papa und Mama bleiben in der Schweiz », « Schon auf meiner Reisekarte angekreuzt », « Ist das möglich? Ich habe noch nie daran gedacht. », « Wie führe ich eine Unterhaltung, ohne die Unterschiede zwischen zwei Ländern zu kommentieren? », « Falls die Preise der SBB auch für die Flüge gelten würden, wäre ich ein Stubenhocker », « Die Semesterferien sind zu lange um hier zu bleiben », « Was soll diese Frage? Die Welt in Grenzen zu unterteilen teilt die Menschen. Mit solch rückständigen Ansichten fördert man von Generation zu Generation die Ausgrenzung. Nieder mit den Barrieren! (…) Ich bin ein Weltenbürger, die Ferien verbringe ich zu Hause, egal wo ich bin». Zur grossen Überraschung antwortet etwa die Hälfte der Befragten (49%): « Kein Stempfel auf dem Pass, das ist übel ».

Solche Daten verursachen Fragezeichen, aber zeigen deutlich wie mobil die heutige Generation ist. Es gibt zahlreiche Gründe sein Vaterland zu verlassen. Jetzt muss noch das Profil der Studenten zu den entsprechenden Antworten erstellt werden. Zu diesem Zeitpunkt kann aber bereits der Schluss gezogen werden, dass niemand Tourist in seinem eigenen Land ist.