Igitt das dreckig

Oder wie man sich organisiert, damit die WG sauber ist.

Du beginnst bald dein Studium und du träumst bereits von deinem idealen Studentenleben mit deinen neuen Freunden, den Abenden am See bis spät in der Nacht und vor allem von dieser neu gewonnenen Unabhängigkeit sobald du in eine WG mit deinen Freunden gezogen bist. In diesem Moment bist du weit davon entfernt dir vorzustellen, wie du die Teller wäschst, auf denen sich verkrustete, zehn Tage alte Tomatensauce deiner charmanten Mitbewohner angesammelt hat. Um dir diese Leidensgeschichte zu ersparen, findest du hier ein paar Tipps und Tricks für ein gutes WG-Leben.

Zusammen reden…

Klar, es ist vielleicht etwas komisch als erstes nach dem Zusammenzug mit deinen Kumpels in eine Wohnung über den Haushalt zu reden. Aber ich empfehle dir dringend, euch einen Moment Zeit zu nehmen und darüber zu reden, sobald sich jedermann eingerichtet hat und die Pizza geteilt ist. So kann jeder seinen Standpunkt einbringen um gemeinsam eure ideale WG zu kreieren, wo jeder die etablierten Regeln einhält. Wenn Regeln von allen gemeinsam aufgestellt werden, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die grosse Mehrheit diese auch einhält.

… und sich einigen

Du hast wohl bereits verstanden, dass das Ziel dieser ersten kleinen Diskussionsrunde zum Haushalt (braucht nicht ewig zu dauern) darin besteht, Regeln zu definieren, die jeder bereit ist einzuhalten, im Sinne von allen (z.B. seinen gebrauchten Teller voller Tomatensauce nicht länger als zwei Tage stehen lassen). Es ist sehr wichtig, dass die Regeln von allen gemeinsam aufgestellt werden, um das Risiko von Meuterei zu verhindern. Die Idee dieser Regeln ist natürlich nicht, ein Klima von psychorigider Natur zu schaffen, das von Geboten geprägt ist, sondern einen Rahmen zu schaffen, der es erlaubt, dass das Thema in Zukunft erst gar nie mehr aufkommt (ich glaube wir sind uns einig, dass dies nicht das interessanteste Thema ist) und eine Vertrauensbasis zu schaffen.

Auflisten und verteilen

Sobald die Diskussion beendet und die daraus entstandenen Regeln festgelegt sind, ist es ernst: jetzt folgt die Aufgabenteilung. Um die Aufgabenteilung zu erleichtern und um sicher zu gehen, dass nichts vergessen geht, macht eine Liste mit den Dingen, die erledigt werden müssen (z.B. Abfall, Kompost, Staubsaugen,…) und werdet euch einig wer was macht. Ein Tipp : manchmal funktioniert das besser wenn man sich im Turnus abwechselt (z.B. du machst im ersten Monat zwei Wochen lang den Kompost, im nächsten Monat dann zwei Wochen lang den Kehricht). Der Ämtliplan hilft, dass jeder zu gleichen Teilen zum Zug kommt, nicht dass immer die Gleichen alles machen und daraus Spannungen entstehen.

Praktische Tipps

Du kannst allen einen Kalender zur Verfügung stellen, wo du den Namen und die zu erledigende Aufgabe für das Zeitfenster x einträgst (z.B. zwei Wochen Staubsaugen). Na dann also: auf eine tolle WG! Ah und noch ein letzter Tipp : der gute Wille ist die Basis jeder funktionierenden Beziehung!