Nachtmensch oder frühaufsteher

An der Uni wirst du sehen, dass es zwei Lager gibt, die sich seit jeher gegenüberstehen: die Frühaufsteher und die Nachteulen.

Wie eine Schweizer Kuckucksuhr

Der Frühaufsteher steht generell früh auf, selbst wenn er erst am Nachmittag Unterricht hat. Er ist sehr organisiert und hat einen Plan, den er auf Excel erstellt hat und strikt befolgt: Entsprechend reicht er keine seiner Arbeiten zu spät ein. Weil er gern früh aufsteht, hat er kein Problem damit, vor der Bibliothek zu campen, um sich seinen Platz zu sichern. Falls du Hilfe brauchst, ist er dein Retter: All seine Notizen sind sorgfältig auf dem Computer abgetippt und er ist dem Lehrplan sogar voraus. Seine Konzentrationsspanne reicht von 8 Uhr bis spätestens 17 Uhr. Aber Vorsicht! Wenn du ihn brauchst, kannst du nur am frühen Abend mit ihm rechnen. Denn nach 22 Uhr ist er schon unter der Bettdecke.

Liebhaber der schlaflosen Nächte

Der Nachtmensch ist der exzellente Trinkkumpan. Er wird immer bereit sein, bis in die Puppen feiern zu gehen, selbst wenn er am nächsten Tag Unterricht hat. Und während der Lernphasen kannst du selbst bis sehr spät in der Nacht mit ihm rechnen. Am Montag jedoch, (also wenn er es schafft aufzustehen) findest du ihn in einem Trancezustand wieder: ein Gesicht wie bei einer Beerdigung und schlafend auf seinen Notizen. Er braucht zuerst eine intensive Kaffeekur, um seine Gesichtsfarbe wiederzubekommen. Er ist auch weniger organisiert, da er im Kurs leichter mal einschläft. Du erkennst ihn sehr leicht daran, dass er einen Platz hinten im Saal bevorzugt, um in Ruhe zu pennen. Nach seinem Powernap hingegen wird er zum lernen bereit sein: ab 18 Uhr und bis die Sonne aufgeht.

Der Hybrid

Wenn du dich in diesen Beschreibungen nicht wiederfindest, gehörst du wahrscheinlich zu der hybriden Kategorie „halb Morgen, halb Nacht“. Du gehst früh schlafen, aber du stehst spät auf und umgekehrt. Du wechselst das Lager wie Unterhosen enrsprechend der Jahrzeit: pro Morgen während der Lernphase und pro Nacht (zum Feiern) während dem Rest des Jahres. Du wirst also zwei sehr verschiedene Freundeskreise haben, denn - und das ist nix Neues: die Morgenmenschen und die Nachteulen schätzen sich nicht. Du profitierst von den Vorteilen (und den Nachteilen) beider Lager. Aber du wirst am meisten von deinen Unijahren profitieren. Du bist ein echter Glückspilz! Welches dein Lager auch ist, du musst wissen, dass das Wichtigste an der Uni nicht das Studieren ist (naja ein bisschen schon), sondern sich zu amüsieren und Freunde fürs Leben (oder zumindest für das laufende Semester) zu finden. Du hast jetzt vielleicht das Gefühl, dass du die ganze Zeit in Arbeit ertrinkst, aber denke an diejenigen, die Vollzeit arbeiten, während du ein Nickerchen am Rand vom Schwimmbecken machst...